Am 13. Februar 2025 fand im Sternla unser 156. Stammtisch statt. Das Obmanngespann Martin Neubert und Andreas Trunk konnten über 90 Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Ehrenobmann joHannes Schulters und Georg Rittmayer, Präsident Private Brauereien Bayern e. V. begrüßen. Dies entspricht nahezu der Anzahl der Gäste, die sich bereits vorab angemeldet hatten. Gastgeber waren Uwe Steinmetz und Max Czedzelitz. Laura Fischer, die Geschäftsführerin der Brauhaus Sternla GmbH, war an dem Abend leider verhindert. Uwe Steinmetz hat ihr Bedauern und ihre Grüße übermittelt. Co-Gastgeber und Brotzeitsponsor war die Firma Banke, vertreten durch Braumeister & Energieberater Stefan Pfister und Vertriebsleiter Valentin Reuber.

Uwe Steinmetz gab einen heitern Überblick über die Geschichte des Brauhauses Sternla.  Das Haus hat eine über 600 Jahre alte Geschichte und ist dennoch die zweitjüngste Bamberger Brauerei, weil dort erst seit 2019 wieder gebraut wird. Seit 1999 war Uwe Steinmetz Pächter und nach der Insolvenz der Maisel-Bräu 2008 Inhaber, da er das Gasthaus aus der Insolvenzmasse kaufte. Und schon bald war klar, dass aus dem Gast- ein Brauhaus werden soll. 2019 war es dann so weit. Doch ungünstigerweise kam 2020 dann die Pandemie mit all ihren Auswirkungen und Sorgen für Gastronomen. Mit der Gründung der GmbH übertrug er Laura Fischer die Geschäftsführung. Er ist nun einmal Wirt von ganzem Herzen. »Lieber sitze ich bei meinen Gästen am Stammtisch, als im Büro!«  Und Max Czedzelitz kümmert sich als Braumeister um die hervorragenden Biere.  Er setzt im Betrieb auf energieeffiziente Prozesse. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 1.300 Hektolitern, mit 170 Suden im Jahr. Die Hauptsorten sind Export und Märzen, ergänzt durch wechselnde saisonale Biere (aktuell ein Wiener Lager).  Der Großteil des Biers wird direkt vor Ort in der Gastwirtschaft getrunken.

Die Firma Banke bietet Brauereien eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen an, um ihre Brauprozesse zu optimieren und zu modernisieren. Zu ihren Produkten gehören Sudsysteme, Hopfenverarbeitungslösungen und Sudhausmodernisierungen. Banke ist bekannt für seine innovativen und effizienten Brauverfahren, wie das Kompaktsudhaus und das Sud Sixty Six. Sie bieten auch eine Reihe von Dienstleistungen an, darunter Energieoptimierung, Prozessmodulintegration und CIP-Reinigungssysteme. Stefan Pfister stelle das Sud Sixty Six vor. Auch wenn heute Energie mit der Nutzung des Abdampfes effizienter genutzt wird, gibt es immer wieder neue Einsparpotenziale. So wird die im Treber gespeicherte Energie beim Austrebern oft noch »weggeworfen«.

Georg Rittmayer schilderte die aktuelle Pfandsituation. Diese hat sich mit der Erhöhung des Flaschenpfandes in Österreich, besonders für die grenznahen Brauereien, dramatisch verschlimmert.  Dadurch entsteht in bayerischen Grenzregionen das Problem, dass in Deutschland gekaufte Flaschen in Österreich zurückgegeben werden – dort wird ein höheres Pfand ausgezahlt. Die Flaschen sind so dem Kreislauf entzogen. Um dieser großen Herausforderung entgegenzuwirken, empfiehlt er etwa die Umstellungen bei den Gebinden (etwa lineare Zehnerkisten mit extra Pfand). Er hob auch hervor, wie wertvoll das Netzwerk unseres Stammtisches ist, um etwa Personal über das Netzwerk anstatt über Headhunter zu finden. Dies auch im Hinblick auf unser kommendes Jobportal.

In drei Gruppen konnte dann das Sudhaus besichtigt werden.  Max Czedzelitz führte und beantwortete die Fragen der Kolleginnen und Kollegen, bot aber auch die Gelegenheit zum Zwickeln des Fastenbocks.

Nach so vielen Informationen konnten wir uns bei hervorragendem Bier und Schäuferla stärken. Martin Neubert, Obmann, und sein Stellvertreter Andreas Trunk überreichten die Gastgeschenke, genauer gesagt banden die Schürze des Braumeisterstammtisches den Gastgebern um und bedanken sich für den informativen und kurzweiligen Abend. Dieser klang dann mit ein paar weiteren Bieren aus.

Danke, den Verantwortlichen für die tolle Organisation.

Der nächste Stammtisch findet im Mai bei unserem stellvertretenden Obmann Andreas Trunk in Vierzehnheiligen statt. Dieses Mal wird es ein Dienstag sein. Durch den Ruhetag bieten uns Braustube und Biergarten genügend Platz für unseren Stammtisch. Wie von Andreas Trunk angekündigt, gibt es hier die Möglichkeit, für einen der beiden vorgeschlagenen Termine abzustimmen.

Beim Fränkischen Tag findet sich hinter der Bezahlschranke ein Artikel über unseren Stammtisch.

Melanie Streit, ehemalige neunte Forchheimer Bierkönigin und Biersommeliere hat in ihrem Instagram-Profil auch eine Reihe Bilder eingestellt. Georg Lechner, historischer Braumeister, hat dies bei Facebook getan. Wenn Ihr zukünftig in sozialen Medien etwas über unseren Stammtisch postet, verwendet doch bitte den Hashtag #BMStBAUmland.

Share:

Einen Kommentar verfassen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit <span class=„required“>*</span> markiert